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Aktuelles

19.05.2017

Neuer SEEK Policy Brief publiziert

Die Glaubwürdigkeit des Stabilitäts- und Wachstumspakts der EU leidet zunehmend an der zu breiten Auslegung seiner Regeln durch die Europäische Kommission. Politische Rücksichtnahme verhindert, dass die Defizitverfahren mit ihren Sanktionen konsequent zur Anwendung kommen. Der im vergangenen Jahr eingesetzte Europäische Fiskalrat (European Fiscal Board: EFB) bietet Chancen zur Korrektur. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, hat sich gemeinsam mit internationalen Forschungspartnern im Rahmen des SEEK-ENBI Projekts mit dem EFB befasst und Vorschläge gemacht, diese Institution weiter als neutrales Gegengewicht zur EU-Kommission zu stärken. Der kürzlich veröffentliche ZEW Policy Brief fasst diese Ergebnisse zusammen.

6. Dezember 2016

SEEK-Workshop

Am 24. und 25. November 2016 veranstaltete das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim erstmals den SEEK-ENBI-Workshop zum Thema "Fiscal Governance in the Eurozone: The Role of Rules, Fiscal Boards and Other Policy Innovations". Das ENBI (European Network on Better Institutions) ist ein durch das SEEK-Programm finanziertes drei-Jahres-Projekt, welches sich mittels angewandter Forschung mit Fragen rund um das Thema institutionelle Reformen in Europa auseinandersetzt.
Der Schwerpunkt des diesjährigen Workshops lag auf der Bedeutung von finanzpolitischen Einrichtung für eine nachhaltige Haushaltsführung in der Eurozone. Die zweitägige Veranstaltung führte mehr als 200 Forschende und politische Entscheidungsträger/innen in einer Diskussion zu Themen wie Fiskalregeln, Fiskalräte, Finanzpolitik im Laufe von Konjunkturzyklen und Steuerreformen zusammen.
Das Programm des diesjährigen Workshops finden Sie hier. Die für 2017 und 2018 geplanten Workshops beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit finanzpolitischen Stabilisierungsmechanismen bzw. mit der Umstrukturierung von Staatsschulden.

20. Mai 2016

Neue SEEK-Forschungsprojekte zu ökonomischen Herausforderungen in Europa gestartet

Lebensbedingungen zwischen und innerhalb der EU Mitgliedstaaten unterscheiden sich stark. Mit welchen Maßnahmen lässt sich diesem Gefälle auf europäischer und nationaler Ebene entgegenwirken? Es gibt zahlreiche Vorschläge dazu, wie die Eurozone auf einen nachhaltig stabilen Wachstumspfad geführt werden soll. Wie sind sie zu bewerten und mit welchen Instrumenten kann eine wirksame fiskal- und wirtschaftspolitische Steuerung der Eurozone tatsächlich gelingen? Digitale Märkte und Plattformen gewinnen in vielen Lebensbereichen immer größere Bedeutung. Welche Mechanismen liegen ihnen zugrunde und wie beeinflussen sie Wettbewerbsdynamik und Arbeitsmarkt? Mit diesen Fragen setzen sich drei SEEK-Forschungsprojekte auseinander, die im April 2016 die Arbeit aufgenommen haben.

Folgende Forschungsvorhaben wurden ausgewählt:

Ein Expertengremium hat alle Projektanträge bewertet. Kriterien waren dafür die wissenschaftliche Qualität und Originalität der Forschungsvorhaben, die Relevanz der Forschungsfrage sowie die Intensität der angestrebten internationalen Kooperation. Im Vergleich zu vorangegangen Jahren wurden in dieser Ausschreibungsrunde die Rahmenbedingungen für Projekte geändert: Breiter angelegte Forschungsfragen werden von größeren Projektteams mit einer längeren Laufzeit bearbeitet. Diese strukturelle Umgestaltung der Projekte verspricht eine noch umfassendere Analyse komplexer Fragestellungen und dadurch eine bessere Anschlussfähigkeit für Drittmittelvorhaben sowie den Ausbau der Kompetenzen für die wissenschaftliche Politikberatung am ZEW.

Das internationale Forschungsprogramm „Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies” (SEEK) am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) wird seit dem Jahr 2010 vom Land Baden-Württemberg finanziert. Übergeordnetes Ziel des Programms ist die Förderung exzellenter wirtschaftswissenschaftlicher Forschung. Darüber hinaus liegt ein besonderer Fokus auf dem Ausbau der internationalen Vernetzung des ZEW. Über 40 anwendungsorientierte Forschungsprojekte wurden unter diesen Prämissen bislang von Forschenden am ZEW gemeinsam mit internationalen Kolleginnen und Kollegen realisiert.

Überzeugt vom Erfolg des Programms, hat das Land die Förderung um drei Jahre verlängert. Seit April ermöglichen drei neue SEEK-Projekte es den ZEW-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, spezifische Aspekte der Wirtschaftsentwicklung in Europa eingehend zu analysieren und die Voraussetzungen intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wirtschaftens zu beleuchten. Ein besonderes Merkmal der bearbeiteten Forschungsfragen ist dabei der klare Anwendungsbezug. So werden die gewonnenen Forschungsergebnisse in Handlungsempfehlungen münden, die unser Verständnis für die ökonomischen Herausforderungen in Europa vertiefen und es Verantwortlichen in Politik und Verwaltung erleichtern, faktenbasierte Entscheidungen zu treffen.

Dezember 2015

Eine Sonderausgabe der ZEWnews zur Jahreskonferenz des SEEK-Forschungsprogramms, die am 8. und 9. Oktober 2015 am ZEW stattfand, umreißt folgende Themen:

  • Im Kampf gegen die Krise braucht Europa Innovationen und Unternehmensgründungen
  • EZB-Chefvolkswirt Peter Praet: "Unser Pessimismus bremst Europa"
  • Andreas von Bechtolsheim: "Es gibt kein lokales Business mehr"
  • Europa muss gründerfreundlicher werden und innovatives Unternehmertum fördern
  • Ufuk Akcigit: "Innovationen sind ein wichtiger Faktor für sozialen Aufstieg"
  • Tommaso Valetti zum Breitbandausbau in Europa: "Die Geschwindigkeit zählt"
  • Conference Dinner auf Burg Windeck

Download der SEEK-Sonderausgabe

10.10.2015

Fünfte SEEK-Jahreskonferenz bringt hochrangige Redner ans ZEW

Die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Staaten der Eurozone werden zunehmend größer. Während sich die Konjunktur in Deutschland weitgehend stabil entwickelt, kämpfen Länder wie Griechenland und Portugal noch immer mit den Folgen der Staatsschuldenkrise. Daher widmete sich die diesjährige Konferenz des Forschungsprogramms "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK) am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim der Frage: Wie können Investitionen in Innovationen und Unternehmensgründungen dazu beitragen, die wachsende Kluft zwischen den Volkswirtschaften der Eurozone zu schließen? Am ersten Konferenztag, diskutierten hochrangige Redner aus Politik und Wissenschaft, wie der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Peter Praet, und Mario Monti, ehemaliger Ministerpräsident Italiens, über die neuralgischen Punkte, an denen die Brüsseler Politik das Innovationsgeschehen in Europa aktiv fördern kann.

"Stabile makroökonomische Bedingungen und eine zielgerichtete Wirtschaftspolitik sind grundlegend für den Erfolg von Innovationen", stellte ZEW-Präsident Prof. Dr. Clemens Fuest in seiner Eingangsrede zum Auftakt der SEEK-Konferenz fest.

Die makroökonomische Perspektive für die Eurozone lieferte EZB-Direktoriumsmitglied Peter Praet, PhD: "Das wirtschaftliche Umfeld wird charakterisiert durch schleichenden Pessimismus über die langfristigen Wachstumserwartungen." Dieser Umstand behindere eine schnellere Erholung und könne langfristig dazu führen, dass zu wenig investiert wird. Das wiederum hemme die wirtschaftliche Konvergenz der Euro-Staaten weiter, hob der Ökonom in seiner Rede hervor. Die zentrale Rolle könne dabei nicht der Zentralbank zu kommen. Hier sei die Wirtschaftspolitik der Staaten gefragt.

Allerdings bestehe dabei moderater Reformbedarf, wie Prof. Dr. Mario Monti, früherer EU-Kommissar für den Binnenmarkt und für Wettbewerb, in seiner Rede diagnostizierte: "Die politischen Rahmenbedingungen in Europa sind nicht furchtbar schlecht - wir brauchen keine Revolution, aber einige marginale Anpassungen." Hierbei dürfe es nicht zu einem Aufweichen der Regeln der Staatengemeinschaft kommen. Vieles was von deutschen und nordeuropäischen Politikern gefordert wird, sei richtig. "Deutschland sollte stolz auf den Euro als sein bestes Exportprodukt sein", lobte Monti.

Warum es trotz der europäischen Bemühungen weitaus mehr erfolgreiche Unternehmensgründer in den USA gibt, erklärte Unternehmer Andreas von Bechtolsheim, der telefonisch aus dem kalifornischen Silicon-Valley zur SEEK-Konferenz zugeschaltet wurde.

Doch was fehlt Europa, um wirklich innovatives Unternehmertum zu ermöglichen? Dieser Frage widmete sich eine Podiumsdiskussion mit Dr. Gitte Neubauer, Chefin der Cellzome GmbH und Gewinnerin des EU-Innovationspreises für Frauen 2011, Frédérique Sachwald, PhD, Leiterin der Direktion für Forschung und Entwicklung im französischen Ministeriums für höhere Bildung und Forschung, Franz Fehrenbach, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Robert Bosch GmbH, sowie Dr. Georg Licht, Leiter des ZEW-Forschungsbereichs "Industrieökonomik und Internationale Unternehmensführung". Moderiert wurde die Debatte von ZEW-Präsident Fuest. Auf dem Podium herrschte schnell Konsens darüber, dass es in Europa weniger an den Ideen für Unternehmensgründen fehlt, sondern dass vielmehr der Weg zur erfolgreichen Gründung und Finanzierung eines neuen Unternehmens schwieriger ist als in der Gründernation USA.

Anhand von Forschungsdaten zum US-amerikanischen Marktgeschehen zeigte Ufuk Akcigit, PhD, Assistant Professor an der University of Chicago und Postdoktorand am privaten US-Wirtschaftsforschungsinstitut National Bureau of Economic Research (NBER), dass Innovationen enorm zum Anteil der Spitzeneinkommen in den Vereinigten Staaten beitragen. Der Unterschied zwischen den Innovationsstandorten USA und Europa rühre vor allem daher, dass es jungen Unternehmen auf dem alten Kontinent an Zugang zu Kapital und den nötigen Technologien fehle. Damit nicht genug: "Europa mangelt es an Investitionen in die akademische Bildung", ergänzte Akcigit in seiner Rede am zweiten Konferenztag (9. Oktober 2015). Ein stark vernetztes Hochschulsystem wie in den USA führe zu Übertragungseffekten von der Wissenschaft in den Markt.

Was Nordamerika und Europa indessen verbindet, sind groß angelegte Pläne auf politischer Ebene, um flächendeckend für jeden Haushalt einen Breitband-Internetzugang zu schaffen. Eine beliebte Diskussion unter Entscheidungsträgern dreht sich dabei um die sogenannte digitale Kluft, also das sozioökonomische Problem: Wer hat eine Chance auf Zugang und Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien wie dem Internet - und wer nicht. Prof. Tommaso Valletti, PhD, von der Imperial College Business School in London widmete sich in seinem Vortrag der Frage, ob diese Kluft geschlossen werden kann und soll. Seine Forschung legt dar: Die Entbündelung von Teilnehmeranschlussleitungen in Großbritannien hat durchaus die Qualität des Netzes verbessert. Mit anderen Worten: "Geschwindigkeit zählt", betonte Valletti - messbar daran, dass mit der Verbesserung der Netzgeschwindigkeit ein Anstieg der Immobilienpreise einhergehe. In letzter Konsequenz zeige sich, dass das Internet die Politik beeinflusst, indem etwa Steuern gesenkt werden.

Die SEEK-Jahreskonferenz 2015 fand vom 8. bis 9. Oktober am ZEW in Mannheim statt. Die fünfte Auflage der Konferenz trug den Titel: "Overcoming the Crisis: How to Foster Innovation and Entrepreneurship in a Diverging European Economy?" Neben den Vorträgen prominenter Redner standen zahlreiche wissenschaftliche Sessions zu aktuellen Innovationsthemen und Wirtschaftspolitik auf dem Programm.

"Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" - kurz SEEK - hat sich seit dem Jahr 2010 durch praxisnahe Forschungsarbeit der Analyse der europäischen Wirtschaftspolitik verschrieben. Seither wurden 35 SEEK-Forschungsprojekte unter anderem zu den Bestimmungsfaktoren für die Richtung des technologischen Wandels, Erwartungsbildung mit Blick auf Zukunftsmärkte und -produkte sowie zum organisatorischen Wandel in Unternehmen realisiert. Derzeit laufen sechs SEEK-Projekte.

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Das Konferenzprogramm und weitere Informationen

18.03.2015

Fünfte SEEK-Konferenz "Overcoming the Crisis: How to Foster Innovation and Entrepreneurship in a Diverging European Economy" (8.-9. Oktober 2015)

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim veranstaltet am 8. und 9. Oktober 2015 die fünfte Jahreskonferenz des internationalen Forschungsprogramms "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK) zum Thema "Die Überwindung der Krise. Wie kann man Unternehmergeist und Innovation in Europa fördern?". Die englischsprachige Konferenz bringt politische Entscheidungsträger, Vertreter der Wirtschaft und Wissenschaftler zusammen, um darüber zu diskutieren, wie Unternehmensgründungen und Innovationen in Europa gefördert werden können. Vorträge, Debatten und wissenschaftlichen Sitzungen werden analysieren, wie gründerfreundlich die europäische Wirtschaft tatsächlich ist, und hinterfragen, welche Maßnahmen und Regelungen fehlen, um innovative Unternehmen und Gründer erfolgreicher zu unterstützen. Interessierte Wissenschaftler reichen entweder vollständige Papiere in englischer Sprache (inkl. eines Abstracts von max. 100-200 Wörtern) oder ausführliche Abstracts (500-600 Wörter) bis spätestens 3. Mai 2015 unter seek@zew.de ein (Betreff: "Submission 2015 SEEK conference"). Bitte beziehen Sie sich auf eines der folgenden drei Themen:

  1. Förderung effektiver Innovations- und Technologieübernahmen
  2. Einfluss von IKT auf Produktivität und Wachstum
  3. Wettbewerb und Regulierung

Weitere Informationen und der englischsprachige Call for Papers

04.09.2014

ZEW policy brief erschienen - Climate-Related Innovations, Crowding Out, and Their Impact on Competitiveness

Wachsende Umweltbelange haben in den letzten Jahrzehnten den Druck auf politische Entscheidungsträger erhöht, Maßnahmen zur Verhinderung weiterer ökologischer Schäden zu ergreifen. Doch obwohl Treibhausgasemissionen und der verschwenderische Umgang mit natürlichen Ressourcen schädlich für die Umwelt sind, zögert die Politik, umweltfreundliche Gesetze zu implementieren, von denen Nachteile für die nationale Wettbewerbsfähigkeit befürchtet werden. Viele sehen daher die Lösung in der Entwicklung umweltfreundlicher Technologien, die ökologische Probleme lindern köonnten, ohne die Wettbewerbsfähigkeit zu beeinträchtigen. Der Einfluss von Innovationen mit Umweltwirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit ist Gegenstand dieser ZEW-Studie.

Download des vierseitigen SEEK policy briefs "Climate-Related Innovations, Crowding Out, and Their Impact on Competitiveness" mit einer ausführlichen Darstellung der Forschungsergebnisse in englischer Sprache (als PDF, 128 KB)

03.09.2014

SEEK-Sonderausgabe der ZEWnews zur vierten SEEK-Jahreskonferenz 2014

Fiskalpolitik und öffentliche Verschuldung, Einkommens- und Vermögensungleichheit in Europa sowie Perspektiven einer europäischen Fiskalunion – mit diesen Inhalten beschäftigte sich am 15. und 16. Mai 2014 die vierte Konferenz des Forschungsprogramms SEEK (Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies) am ZEW. Die SEEK-Sonderausgabe der ZEWnews gibt einen Überblick über die Veranstaltung, an der mehr als 150 internationale Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft teilgenommen haben. Neben den Festvorträgen des ehemaligen Bundesfinanzministers Hans Eichel sowie des ehemaligen portugiesischen Finanzministers Prof. Vítor Gaspar werden alle weiteren Vorträge kurz zusammengefasst. Darunter auch die Keynote von Prof. Thomas Piketty, Paris School of Economics, der mit seinem Buch „Capital in the Twenty-First Century“ seit Monaten in den internationalen Bestsellerlisten vertreten ist.

Download der SEEK-Sonderausgabe und Livestream-Aufzeichnungen

02.07.2014

SEEK-Workshop zum Thema „European Public Finances Through the Financial Crisis” am ZEW

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, veranstaltete am 10. und 11. Juni 2014 gemeinsam mit dem Institute for Fiscal Studies (IFS), London, und dem Institut des politiques publiques (IPP), Paris, einen Workshop im Rahmen des SEEK-Forschungsprogramms zum Thema „European Public Finances Through the Financial Crisis”. Das Ziel des englischsprachigen Workshops war es, einen Überblick über die verschiedenen fiskalpolitischen Reaktionen auf die Finanz- und Wirtschaftskrise in Europa zu geben. Mehrere Länderexperten kamen bei diesem Workshop zusammen. Die jeweiligen Experten eines Landes stellten die makroökonomische und finanzpolitische Situation ihres Landes vor, gaben einen Überblick über die fiskalpolitischen Reaktionen auf die Krise und analysierten, inwiefern die Krise bisher als Chance für Reformen der Steuer- und Transfersysteme genutzt worden ist.

Download des englischsprachigen Workshop-Programms (als PDF-Datei, 44 KB)

10.06.2014

TASKS III Conference: Changing Tasks – Consequences for Inequality

Vom 26.-28. Mai 2014 fand die dritte internationale BIBB/IAB/ZEW-Konferenz zum Thema "Changing Tasks - Consequences for Inequality" (TASKS III) am IAB in Nürnberg statt. Die Konferenz wurde kofinanziert durch zwei Projekte des internationalen Forschungsprogramms "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK) am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).

Thema der Konferenz war die Rolle von Tätigkeiten für den Arbeitsmarkterfolg und die Arbeitsmarktsituation. Ein besonderer Fokus lag auf dem Wandel der Tätigkeitsstrukturen, insbesondere durch technologischen Wandel und Offshoring, und dessen Implikationen für die Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt. Vier internationale Topforscher des Feldes waren Hauptredner auf der Konferenz.

Vorträge renommierter Wissenschaftler

In der ersten Hauptrede zu Beginn der Konferenz sprach Thomas Lemieux (University of British Columbia, CA) über die Bedeutung der Studienfachwahl und der Zuweisung von Tätigkeiten im Beruf für die Lohnungleichheit. Seine Analyse konzentrierte sich darauf, die Beiträge von Bildung, Berufen und Job-Matching zur Lohnungleichheit zu unterscheiden. Die langfristige Entwicklung von Tätigkeitsfeldern, Berufen und Bildung in verschiedenen OECD-Ländern diskutierte Michael Handel (Northeastern University Boston, US) in der zweiten Hauptrede. Er betonte, dass der technologische Wandel nur zu langsamen Veränderungen der Arbeitsmarktstrukturen führe und dass andere Faktoren, wie etwa ein Wandel der Güter- und Dienstleistungsnachfrage, von großer Relevanz für aktuelle Veränderungen der Arbeitsmarktstrukturen seien.

David Autor (MIT Economics, Cambridge MA, US) befasste sich am zweiten Konferenztag mit den Auswirkungen des internationalen Handels auf Arbeitnehmer. Er ging darauf ein, wie Arbeitnehmer mit den Anpassungsdruck durch internationalen Handel umgehen. Die Arbeitnehmer unterschied er hierbei danach, wie sehr sie der Konkurrenz durch internationalen Handel ausgesetzt sind und wie sich dies auf ihre Einkommensentwicklung, ihr Risiko der Arbeitslosigkeit, Mobilität und Abhängigkeit von Sozialleistungen auswirkt. Zum Abschluss der Konferenz fasste Uta Schönberg (University College London, UK) zunächst die internationale Evidenz der Bedeutung des technologischen Wandels für die Polarisierung der Arbeitsmärkte zusammen. Anschließend präsentierte sie neue Erkenntnisse über den organisatorischen Wandel auf Firmenebene und dessen Effekte auf Karriereverläufe von Arbeitnehmern.

Nachfolgekonferenz im Mai 2016

Neben den Hauptrednern präsentierten und diskutierten 26 internationale Wissenschaftler aus Europa und den USA ihre aktuellen Forschungsergebnisse. Die Teilnahme von ca. 40 externen Zuhörern, darunter Wissenschaftlern und Vertreter aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie der Bundesagentur für Arbeit (BA), belegt die Aktualität des Themas und die hohe Qualität des Programms. Aufgrund des großen Erfolgs der Konferenzreihe wird im Mai 2016 eine vierte internationale BIBB/IAB/ZEW-Konferenz am ZEW in Mannheim ausgerichtet. Entsprechende Ankündigungen werden rechtzeitig auf den Webseiten der beteiligten Forschungsinstitute zu finden sein.

Beteiligte SEEK-Projekte

Die Konferenz wurde co-finanziert im Rahmen der beiden SEEK-Projekte "Kann tätigkeitsverzerrter technologischer Fortschritt Veränderungen regionaler Arbeitsmarktdisparitäten erklären?" und "Anpassungsprozesse auf dem Arbeitsmarkt nach einer fundamentalen technologischen Innovation" der ZEW-Forscher Terry Gregory, Dr. Jens Mohrenweiser und Dr. Ulrich Zierahn. Beide Projekte verwenden einen tätigkeitsbasierten Ansatz um die Bedeutung des technologischen Wandels für Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt zu untersuchen.

Weitere Informationen zum SEEK-Forschungsprogramm

29.04.2014

Vierte SEEK-Jahreskonferenz "Public Finance and Income Distribution in Europe" am ZEW

Fiskalpolitik und öffentliche Verschuldung, Einkommens- und Vermögensungleichheit in Europa sowie Perspektiven einer europäischen Fiskalunion – das sind gerade in Zeiten der Eurokrise zentrale Themen in der aktuellen wissenschaftlichen und politischen Debatte. Mit diesen Inhalten beschäftigt sich am 15. und 16. Mai 2014 die vierte Konferenz des Forschungsprogramms SEEK (Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies) am ZEW. Am zweiten Konferenztag, den 16. Mai, wird Professor Thomas Piketty, Paris School of Economics, um 11:30 Uhr eine Keynote halten. Pikettys Buch mit dem Titel "Capital in the Twenty-First Century" hat den Sprung auf die Bestseller-Liste der New York Times geschafft und ist momentan auf Platz eins bei Amazon in den USA. In seiner Keynote wird Piketty auf sein Buch eingehen; er warnt darin vor der immer größer werdenden Schere zwischen Arm und Reich. Die darauf folgende Diskussion wird moderiert von Professor Andreas Peichl, Leiter der ZEW-Forschungsgruppe "Internationale Verteilungsanalysen".

Im Rahmen des politisch-ökonomischen Forums am ersten Konferenztag werden zwei ehemalige und ein amtierender Finanzminister (Hans Eichel, ehemaliger Bundesfinanzminister, Vitor Gaspar, ehemaliger Finanzminister Portugals, und Nils Schmid, Finanz- und Wirtschaftsminister Baden-Württembergs) ihre Standpunkte darlegen und diskutieren. Zu der Konferenz werden rund 150 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichen Institutionen erwartet.

Die Konferenz und alle Keynotes können Sie ab dem 15. Mai (13:00 Uhr) als Livestream anschauen.

Das Konferenzprogramm und weitere Informationen auf der Konferenzwebseite

25.04.2014

Neue SEEK-Projekte zum 1. April 2014 gestartet

Die fünfte Projektvergaberunde im SEEK-Forschungsprogramm ist abgeschlossen und sechs neue Projekte sind am 1. April 2014 gestartet. Von den internationalen Projektgutachtern erhielten in einem aufwendigen Auswahlverfahren sechs der insgesamt 26 eingereichten, qualitativ hochwertigen Projektanträge den Zuschlag. Die ausgewählten Projekte wurden aufgrund ihrer besonderen wissenschaftlichen Qualität und Originalität sowie des hohen Grads der internationalen Kooperation und des wissenschaftlichen Austauschs für das SEEK-Forschungsprogramm ausgesucht. In allen Projektteams kooperieren ZEW-Wissenschaftler eng mit international renommierten Kollegen. Vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa ist der Bedarf an ökonomischer Sachkenntnis und unabhängiger, wissenschaftlich fundierter Politikberatung höher denn je. Darum stehen im Jahr 2014 die SEEK-Projekte unter dem Leitthema "Die gegenwärtige Wirtschaftskrise in Europa überwinden". Sie sollen unser Verständnis der Krise vertiefen und Politikern und Entscheidungsträgern faktenbasierte wissenschaftliche Expertise zur Verfügung stellen.

Folgende sechs Forschungsvorhaben werden in der fünften Runde des SEEK-Programms gefördert:

  • Die Rolle von IKT für die Widerstandsfähigkeit in Krisenzeiten: Evidenz für Europa
  • Entwicklung eines strukturellen Job-Search-Modells zur Evaluation eines flächendeckenden Mindestlohnes in Deutschland
  • Humankapitalaufbau in jungen Firmen während der Krise: Eine vergleichende Analyse zwischen Portugal und Deutschland
  • Fiscal Governance und fiskalpolitische Anpassungen unter Krisenbedingungen
  • Kreditangebot und KMU-Finanzierung in der Krise – eine Untersuchung der Realwirtschaftlichen Effekte
  • Folgen und Nebenwirkungen von Wirtschaftskrisen in Europa auf die Bereitstellung von öffentlichen Online-Gütern

Weitere Informationen zu den SEEK-Projekten

26.11.2013

Call for Papers: Vierte SEEK-Konferenz "Public Finance and Income Distribution in Europe" (15.-16. Mai 2014)

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim veranstaltet vom 15.-16. Mai 2014 die vierte Jahreskonferenz des Forschungsprogramms "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK). Die Konferenz zum Thema "Öffentliche Finanzwirtschaft und Einkommensverteilung in Europa“ bringt politische Entscheidungsträger und Wissenschaftler zusammen, um über Fiskalpolitik und öffentliche Verschuldung, Einkommens- und Vermögensungleichheit in Europa sowie die Perspektiven einer europäischen Fiskalunion zu diskutieren. Hauptredner sind der ehemalige Bundesminister der Finanzen Hans Eichel und Vítor Gaspar, Finanzminister Portugals bis 2013. Interessierte Wissenschaftler senden bitte bis spätestens 16. Februar 2014 ihre Forschungsarbeiten entweder als vollständige Papiere in englischer Sprache (inkl. eines Abstracts von max. 100-200 Wörtern) oder als ausführliche Abstracts (500-600 Wörter) an seek@zew.de (Betreff: "Submission 2014 SEEK conference").

 Die eingereichten Beiträge sollten eines der folgenden Themen behandeln:

EU-Schuldenkrise • Fiskalpolitik in der EU • Perspektiven einer europäischen Fiskalunion • Einkommens- und Vermögensungleichheit • Umverteilungspräferenzen • Optimale Besteuerung • Besteuerung des Finanzsektors • Vermögens- und Erbschaftsbesteuerung • Steuerwettbewerb und (Erosion des) Wohlfahrtsstaats

Weitere Informationen und der Call for Papers (in englischer Sprache)

13.11.2013

Call for Project Proposals 2014: ZEW-Forschungsprogramm "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK)

Die Krise in Europa überwinden (Overcoming the Crisis in Europe) ist das übergreifende Thema der diesjährigen, fünften Projektausschreibungsrunde des Forschungsprogramms "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK) am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Das Land Baden-Württemberg fördert mit SEEK die internationale Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern aller ökonomischen Disziplinen. Ab sofort fordert das ZEW interessierte Wissenschaftler zur Einreichung von Projektvorschlägen auf. Das Budget kann bis zu 200.000 Euro bei einer Projektlaufzeit von bis zu 18 Monaten betragen. Ab sofort fordert das ZEW interessierte Wissenschaftler zur Einreichung von Projektvorschlägen auf, die bis zum 31. Januar 2014 vorzugsweise als PDF-Datei an seek@zew.de eingereicht werden können.

Die Forschungsvorschläge aus der angewandten Ökonomie sollen eines der folgenden Themen behandeln:

  • Innovation, Unternehmensgründungen und neue Technologien
  • Energie und Umwelt
  • Integrative Arbeitsmärkte
  • Banken-und Fiskalunion in Europa

Auswahl- und Prüfungskriterien

Die Projektteams müssen sich aus ZEW-Wissenschaftlern und einem oder mehreren internationalen Forschern zusammensetzen, die Forschungsvorschläge gemeinsam anfertigen und einreichen. Weitere Informationen zu den ZEW-Forschungseinheiten und Ansprechpartnern finden Sie unter http://www.zew.de/forschung. Alle Projektanträge werden von einem Scientific Board, das mit ausgewiesenen internationalen Wissenschaftlern besetzt ist, begutachtet. Auswahlkriterien sind die wissenschaftliche Qualität und die Originalität des eingereichten Vorschlags, dessen Bezug zum Oberthema "Die Krise in Europa überwinden" sowie die Intensität der wissenschaftlichen Kooperation, einschließlich des internationalen Forschungsaustauschs. Die finale Entscheidung trifft das ZEW.

2014 Call for Project Proposals (als PDF-Datei, 1,64 MB, in englischer Sprache)

2014 Submission Guidelines (als PDF-Datei, 1,64 MB, in englischer Sprache)

Weitere Informationen zum Seek-Forschungsprogramm

14.10.2013

SEEK-Abschlussworkshop zum Thema Klimapolitik, Technologie und Wettbewerbsfähigkeit in Dublin

Am 11. September 2013 fand in Dublin der abschließende Workshop des SEEK-Projekts "Asymmetrische Klimapolitik und Wettbewerbsfähigkeit" statt. Die ZEW-Wissenschaftler Dr. Michael Hübler und Dr. Oliver Schenker organisierten den Workshop gemeinsam mit Carolyn Fischer, PhD, von Resources for the Future (RFF).

RFF ist SEEK-Projektpartner und ein renommiertes umweltökonomisches und -politisches Forschungsinstitut in Washington, D.C. Zusammen mit Prof. Sjak Smulders (Universität Tilburg), Taran Faehn (Statistics Norway), Prof. Sourafel Girma (Universität Nottingham) und Antoine Dechezleprêtre, PhD, (London School of Economics and Political Science) präsentierte und diskutierte das Projekt-Team inspirierende, politikrelevante Forschungsergebnisse zu den Themen Klimapolitik, Technologie und Wettbewerbsfähigkeit. Zudem diskutierten die Workshop-Teilnehmer über zukünftige Kooperationsmöglichkeiten.

Weiterführende Informationen zum SEEK-Projekt

06.09.2013

ZEW policy brief erschienen - Arbeitsteilung, Offshoring und Effizienzvorteile

Die stetige Weiterentwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie das Wirtschaftswachstum aufstrebender Länder wie China und Indien haben in den letzten Jahren nicht nur zu einer Intensivierung des internationalen Handels beigetragen. Vielmehr haben sie es Unternehmen erleichtert, ihre Aktivitäten in Länder außerhalb Europas auszulagern. Die Entscheidung der Auslagerung ins Ausland (Offshoring) basiert vor allem auf Kosten-Nutzen-Erwägungen und komparativen Vorteilen. Wirksame politische Maßnahmen erfordern ein tiefgreifendes Verständnis darüber, welche Aktivitäten ausgelagert werden und worin die Stärken der Europäischen Wissensgesellschaft liegen. Vor diesem Hintergrund beschäftigte sich ein vom SEEK-Forschungsprogramm finanziertes Projekt damit, welche Rolle der technologische Wandel und die Globalisierung für die Tätigkeit von Beschäftigten und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen spielt.

Download des vierseitigen SEEK policy briefs "Arbeitsteilung, Offshoring und Effizienzvorteile" mit einer ausführlichen Darstellung der Forschungsergebnisse in englischer Sprache (als PDF, 156 KB)

26.07.2013

ZEW policy brief erschienen - Anreize und Kreativität

Ideenreichtum und Innovationen stellen in wissensintensiven Volkswirtschaften den Schlüssel zu Wettbewerbsfähigkeit und Erfolg von Unternehmen dar. In einem solchen Umfeld muss ein Unternehmen strategisch Maßnahmen entwickeln, um Anreize für neue Ideen im Unternehmen zu schaffen und eine Kultur aufbauen, in der Wissensproduktion honoriert wird. Die vom SEEK-Forschungsprogramm finanzierte Forschungsarbeit behandelt zwei empirische Studien, die sich mit der Frage beschäftigen, ob finanzielle Belohnungen wie leistungsunabhängige Zusatzzahlungen oder Leistungsprämien Kreativität und Einfallsreichtum unter den Mitarbeitern fördern, und inwieweit die Effekte der Belohnungen je nach Art der Honorierung variieren.

Download des vierseitigen SEEK policy briefs "Anreize und Kreativität" mit einer ausführlichen Darstellung der Forschungsergebnisse in englischer Sprache (als PDF, 135 KB)

14.06.2013

ZEW policy brief erschienen - Ganzheitliche Analyse der staatlichen Unterstützung für die europäische Automobilindustrie

Staatliche Eingriffe in die Automobilindustrie haben eine lange, globale Geschichte. So stellen in Europa häufig sowohl einzelne Mitgliedstaaten als auch die Europäische Union (EU) den Automobilherstellern staatliche Ressourcen mithilfe unterschiedlichster Instrumente und über den Weg verschiedener Institutionen zur Verfügung. Die Bereitschaft, der Automobilindustrie Unterstützung anzubieten, war vor allem während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 deutlich zu beobachten, die diesen Sektor besonders hart getroffen hatte. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich eine aktuelle Studie, die vom ZEW-Forschungsprogramm SEEK gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum "Governments and markets: Institutions and regulation for a changing world" der Universität Leuven (Belgien) finanziert wurde, mit den verschiedenen Arten staatlicher Unterstützung, welche die europäische Automobilindustrie über die letzten zehn Jahre erfahren hat, und quantifiziert diese.

Download des vierseitigen SEEK policy briefs "Staatliche Unterstützung für die europäische Automobilindustrie: Eine ganzheitliche Analyse" mit einer ausführlichen Darstellung der Forschungsergebnisse in englischer Sprache (als PDF, 154 KB)

04.06.2013

Konferenzbericht zur dritten SEEK-Jahreskonferenz erschienen

Über 150 internationale Ökonomen aus Wissenschaft und Praxis diskutierten am 25. und 26. April 2013 im Rahmen der dritten SEEK-Jahreskonferenz "Engines for More and Better Jobs in Europe" am ZEW aktuelle Entwicklungen auf den europäischen Arbeitsmärkten. Die SEEK-Sonderausgabe der ZEWnews resümiert die Festrede des Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise. Sie informiert über alle weiteren Vorträge und die Podiumsdiskussion zur Bewerkstelligung eines europäischen Jobwunders. Außerdem bietet sie einen Überblick der wissenschaftlichen Sessions und der dabei vorgestellten Papiere. Das SEEK-Forschungsprogramm am ZEW unterstützt die internationale Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern aller ökonomischen Disziplinen. Es wird vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist ein Beitrag zur Förderung der wirtschaftswissenschaftlichen Spitzenforschung in Europa. Durch SEEK werden Forschungsprojekte zu Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit wissensbasierter Volkswirtschaften in der EU gefördert.

Download des Konferenzbericht (als PDF-Datei, 238 KB)

Weitere Informationen zur Konferenz und Livestreams

28.05.2013

ZEW policy brief erschienen: Preisvergleich beim Online-Shopping lohnt sich

Immer mehr Menschen gehen beim Surfen im World Wide Web auf Einkaufstour. Dabei geben Preisvergleichsseiten oftmals hilfreiche Tipps, wo das gesuchte Produkt am günstigsten zu haben ist. Dass sich ein Vergleich lohnt, zeigt eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim und der Universität Linz im Rahmen des SEEK-Forschungsprogramms. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass bereits zehn zusätzliche Anbieter des gleichen Produkts den Preisaufschlag des günstigsten Anbieters um 1,7 Prozentpunkte verringern.

Download des vierseitigen SEEK policy briefs "Entry, Exit, and Pricing Strategies at Online Price-Comparison Sites: Do Price Markups Fall by Themselves, or Is Competition Crucial?" mit einer ausführlichen Darstellung der Forschungsergebnisse in englischer Sprache (als PDF, 152 KB).

25.04.2013

3. SEEK-Jahreskonferenz "Engines for More and Better Jobs in Europe" am ZEW

Hohe Arbeitslosenzahlen in Südeuropa, demografischer Wandel und Fachkräftemangel in Deutschland: Welche Lösungsvorschläge kann die Wissenschaft Politik und Wirtschaft anbieten, um die Ziele der EU-Wachstumsstrategie "Europa 2020" - integratives Wachstum für mehr und bessere Arbeitsplätze in Europa - zu erreichen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich am 25. und 26.April 2013 die dritte Konferenz des Forschungsprogramms SEEK (Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies) am ZEW, zu der rund 150 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichen Institutionen erwartet werden.

Im Rahmen eines politisch-ökonomischen Forums am ersten Konferenztag referierte Frank-Jürgen Weise, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, als Hauptredner über die Entwicklung des Arbeitsmarkts in Deutschland. Als weitere prominente Sprecher trugen Steffano Scarpetta, stellvertretender Direktor für Beschäftigung, Arbeit und Soziales bei der OECD, und Rita Asplund, Forschungsdirektorin am ETLA (Research Institute of the Finnish Economy), vor. Am zweiten Konferenztag präsentierten internationale Wissenschaftler in zahlreichen wissenschaftlichen Sessions ihre Forschungsergebnisse zum Konferenzthema.

Weiterführende Informationen auf der Konferenz Webseite

05.04.2013: Neue SEEK-Projekte zum 1. April 2013 gestartet

Die vierte Projektvergaberunde im SEEK-Forschungsprogramm ist abgeschlossen, und acht neue SEEK-Projekte konnten zum 1. April 2013 starten. Die Konkurrenz um die SEEK-Fördermittel war in dieser Ausschreibungsrunde mit insgesamt 32 eingereichten, qualitativ hochwertigen Projektanträgen so groß wie nie zuvor. Von den internationalen Projektgutachtern erhielten acht Projektanträge in einem aufwendigen Auswahlverfahren den Zuschlag. Diese wurden aufgrund ihrer besonderen wissenschaftlichen Qualität und Originalität sowie des hohen Grads der internationalen Kooperation und des wissenschaftlichen Austauschs für das SEEK-Forschungsprogramm ausgesucht. In allen Projektteams kooperieren ZEW-Wissenschaftler eng mit international renommierten Kollegen.

Mehr Informationen zu den SEEK-Projekten 2013

20.03.2013

Programm der dritten SEEK-Jahreskonferenz "Engines for More and Better Jobs in Europe" jetzt veröffentlicht

Das internationale Forschungsprogramm "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK) am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ist auch in seinem vierten Jahr sehr erfolgreich. Das Programm für die dritte SEEK-Jahreskonferenz zum Thema "Engines for More and Better Jobs in Europe" am 25. und 26. April 2013 liegt nun vor.

Die Konferenz wird internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und öffentlichen Institutionen zusammenbringen. Zahlreiche Vorträge und Panels werden ein Forum für die Debatte darüber bieten, wie Arbeitsmärkte und die soziale Sicherung reformiert werden müssen, damit die Ziele der "Europa 2020"-Wachstumsstrategie der EU - integratives Wachstum für mehr und bessere Arbeitsplätze - erreicht werden können. Höhepunkte der Konferenz 2013 werden sowohl der Vortrag von Frank-Jürgen Weise, Vorsitzender des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit, als auch weitere Vorträge namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sein.

Der erste Konferenztag wird einem politisch-ökonomischen Forum gewidmet sein. Am zweiten Konferenztag präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse zum Konferenzthema in einem umfassenden Programm in parallel stattfindenden wissenschaftlichen Sessions.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Konferenz-Webseite

13.02.2013

ZEW policy brief erschienen: Finanzierungsprobleme von Start-Ups - Externe Ratings lassen Banken bei Kreditvergabe an junge Hightech-Unternehmen weitgehend kalt

Externe Kreditwürdigkeitsprüfungen durch Rating-Agenturen haben für Banken bei der Kreditvergabe an Unternehmen aufgrund der verschärften Regulierung durch Basel II erheblich an Bedeutung gewonnen. Insbesondere junge innovative Unternehmen, die noch keine aussagekräftige Kredithistorie vorweisen können, haben oft erhebliche Schwierigkeiten, Bankkredite zu erhalten. Die These, ungünstige oder fehlende Ratings seien der Grund dafür, bestätigt sich jedoch nicht. Eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen, der Tilburg University und der KU Leuven im Rahmen des SEEK-Forschungsprogramms zeigt zwar, dass negative Ratings generell für Unternehmen den Zugang zu Krediten erschweren. Gerade für junge, innovative Unternehmen fällt dieser Effekt allerdings deutlich geringer aus.

Download des vierseitigen ZEW policy briefs "Start-up Financing: How Credit Ratings and Bank Concentration Impact Credit Access" mit einer ausführlichen Darstellung der Forschungsergebnisse in englischer Sprache (als PDF-Datei, 157 KB)

29.11.2012

Call for Project Proposals 2013: ZEW-Forschungsprogramm "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK)

Das Land Baden-Württemberg fördert im Rahmen des ZEW-Forschungsprogramms "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK) die internationale Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern aller ökonomischen Disziplinen. Interessierte Wissenschaftler aus dem Ausland können, in enger Kooperation mit ZEW-Wissenschaftlern, bis zum 31. Januar 2013 Projektvorschläge einreichen. Das beantragte Budget kann bis zu 200.000 Euro für eine Projektlaufzeit von 12 bis 18 Monaten betragen.

Die thematischen Schwerpunkte des Forschungsprogramms SEEK sind:

  • Entstehung von Wissen und Innovationen
  • Diffusion und Adoption von Wissen und Innovationen
  • Einsatz von Wissen in Unternehmen und Branchen
  • Konsequenzen und Implikationen einer wissensbasierten Wirtschaft
  • Wirtschaftspolitische Herausforderungen einer wissensbasierten Wirtschaft

Auswahl- und Prüfungskriterien

Die Projektanträge werden von einem Scientific Board begutachtet. Dieses ist mit ausgewiesenen internationalen Wissenschaftlern besetzt. Auswahlkriterien sind die wissenschaftliche Qualität und die Originalität des eingereichten Vorschlags sowie die Intensität der wissenschaftlichen Kooperation, inklusive Gastaufenthalte der beteiligten Wissenschaftler an der jeweils anderen Forschungseinrichtung. Im Rahmen des Forschungsprogramms werden nur Projekte gefördert, bei denen ZEW-Wissenschaftler mit internationalen Partnern kooperieren.

2013 Call for Project Proposals (in englischer Sprache)

2013 Submission Guidelines (in englischer Sprache)

09.11.2012

Call for Papers: Dritte SEEK-Konferenz "Engines for More and Better Jobs in Europe" (25.-26. April 2013, Mannheim)

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim veranstaltet vom 25.-26. April 2013 die dritte Konferenz des Forschungsprogramms "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK). Vorrangiges Ziel der internationalen Konferenz ist es, die Herausforderungen zu verdeutlichen, die den Arbeitsmärkten und Sozialsystemen der europäischen Volkswirtschaften bevorstehen. Die Konferenz bringt politische Entscheidungsträger und Wissenschaftler zusammen, um Wege zu diskutieren, mit denen die Vision von Europa 2020 mit Arbeit und Wohlstand für alle verwirklicht werden können. Wissenschaftler aus verschiedenen wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen sind eingeladen, Beiträge für die Konferenz einzureichen. Dazu senden Sie bitte bis spätestens 15. Januar 2013 das vollständige Papier in englischer Sprache (inkl. eines Abstracts mit max. 100 Worten) oder ein ausführliches Abstract mit 500-600 Worten an seek@zew.de (Betreff: "Submission SEEK conference 2013").

Die eingereichten Beiträge sollten eines der folgenden Themen behandeln:

  • Dual labour markets
  • Over-qualification and skill-mismatch
  • Migration and immigration
  • Youth unemployment
  • Educational finance
  • Tax systems and employment
  • Knowledge, learning and technology adoption
  • ICT labour markets
  • Labour markets, productivity and innovation
  • Green jobs

Weitere Informationen und der Call for Papers (in englischer Sprache)

31.10.2012

ZEW policy brief erschienen: Größere Flexibilität würde Erfolg der staatlichen Innovationsförderung steigern

Jahr für Jahr fördern die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten mit Millionen von Euro Forschung und Entwicklung (FuE) sowie Innovationsprojekte in Unternehmen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken. Der Erfolg staatlicher Förderprogramme und damit der Ertrag jedes eingesetzten Euros ließe sich allerdings deutlich steigern, wenn das derzeit eher starre Modell der staatlichen Förderung stärker flexibilisiert würde. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) gemeinsam mit der Warwick Business School im Rahmen des SEEK-Forschungsprogramms durchgeführt hat.

Download des vierseitigen SEEK policy briefs "Public Funding of Innovation Projects: Is it Time for a More Flexible Approach?" mit einer ausführlichen Darstellung der Forschungsergebnisse in englischer Sprache.

20.09.2012

SEEK-Workshop: Patent Litigation in Europe - A Story of War and Settlement? (22. November 2012, Brüssel)

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), die Solvay Brussels School of Economics and Management und die Universidad Carlos III de Madrid veranstalten gemeinsam am 22. November 2012 in Brüssel einen englischsprachigen Workshop zum Thema "Patent Litigation in Europe – A Story of War and Settlement?". Der internationale Workshop findet im Rahmen des Forschungsprogrammes "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK) statt und befasst sich mit der Diskussion von Effektivität und Effizienz des europäischen Systems zur Beilegung von Patentstreitigkeiten.

Eine begrenzte Anzahl interessierter Teilnehmer kann sich bis zum 12. November 2012 per E-Mail an patentworkshop2012@zew.de anmelden. Nach dem Workshop sind alle Teilnehmer zum Vortrag "Perspektiven der Wirtschaftspolitik: Das Jahresgutachten 2012/13 des Sachverständigenrats" von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Franz, ZEW-Präsident und Vorsitzender des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, eingeladen.

Weitere Informationen zum SEEK-Workshop (in englischer Sprache)

10.08.2012

Call for Papers: SEEK-Workshop zum Thema "Incentives and Innovations" (23. - 24. November 2012)

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) veranstaltet gemeinsam mit der Erasmus Universität Rotterdam einen SEEK-Workshop zum Thema Anreize und Innovationen. Der englischsprachige Workshop findet im Rahmen des Forschungsprogramms "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK) vom 23.-24. November 2012 in Mannheim statt. Empirische sowie experimentelle Beiträge und theoretische Modelle zu Anreizen und Innovationen aus den Bereichen Volkswirtschaftslehre, Management, Soziologie, Psychologie und anderen Disziplinen sind willkommen. Bitte reichen Sie ihre vollständigen Papiere oder erweiterte Abstracts als PDF bis spätestens dem 1. Oktober 2012 unter incentives-workshop2012@zew.de ein. Interessierte ohne Einreichung können sich per E-Mail anmelden, die Teilnahmegebühr am Workshop beträgt für Nicht-Präsentierende 120 EUR.

Weitere Informationen und Call for Papers (in englischer Sprache)

01.08.2012

Call for Papers: SEEK-Workshop zum Thema "Non-Linear Economic Modelling: Theory and Applications" (12.-13. Dezember 2012)

Für den englischsprachigen SEEK-Workshop zum Thema "Non-Linear Economic Modelling: Theory and Applications" fordern wir zur Einreichung theoretischer, mathematischer und empirischer Arbeiten auf. Ziel des Workshops ist es, aktuelle wissenschaftliche Arbeiten in diesem Themengebiet zu diskutieren und eine Plattform für den Ideenaustausch innerhalb einer kleinen Gruppe von Forschern zu bieten. Beiträge, die die Beziehungen zwischen dem Finanzsektor und der wirtschaftlichen Dynamik beleuchten, sind besonders willkommen. Der Workshop wird im Rahmen des Forschungsprogramms "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK) am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim durchgeführt. Bitte reichen Sie erweiterte Abstracts oder vollständige Papers bis spätestens zum 30. September 2012 als PDF unter nonlinear-workshop2012@zew.de ein.

Weitere Informationen zum Workshop, sowie eine stets aktuelle Rednerliste (in englischer Sprache)

25.05.2012

SEEK-Forschungsprogramm: Projektvergabe 2012

Mit dem erfolgreichen Abschluss der dritten Wettbewerbsrunde zur Projektvergabe im Rahmen des SEEK-Forschungsprogramms nehmen die Projektteams der sieben geförderten Forschungsprojekte ihre Arbeit auf. Insgesamt gingen 23 Projektanträge von ZEW-Mitarbeitern in Kooperation mit renommierten internationalen Forschern ein. Die Anträge wurden einer externen Evaluation unterzogen, die durch das Scientific Board des SEEK-Forschungsprogramms erfolgte.

Mitglieder des Scientific Boards sind unter anderem Daron Acemoglu (MIT), Bronwyn Hall (University of California at Berkeley & Maastricht University), Kai Konrad (MPI München), Josh Lerner (Harvard Business School), Stephen Machin (University College London), Pierre Mohnen (UNU-MERIT & Maastricht University) sowie Fabrizio Zilibotti (University of Zurich).

Folgende sieben Forschungsvorhaben werden in der dritten Runde des SEEK-Programms gefördert:

  • Besteuerung und Innovationen auf Unternehmensebene
  • Finanzmarktstress und makroökonomische Entwicklung: Asymmetrien innerhalb und zwischen Euro-Ländern
  • Wissens- und Lerneffekte in der Adoption von Technologien: Soziale Netzwerke, Adoption und Persistenz im Markt für Videospiele
  • Wie beeinflusst Unternehmensnachhaltigkeit die Kreditkosten?
  • Bewertung der FuE-Förderung anhand des Vergleichs von öffentlich geförderten und privat finanzierten Patenten
  • Asymmetrische Klimapolitik und Wettbewerbsfähigkeit: Eine Analyse der Auswirkungen des Emissionshandelssystems der EU auf energieintensive Industrien
  • Innovationstheoretische Begründungen und empirische Belege für institutionelle Förderung angewandter Forschungsinstutionen am Beispiel der Fraunhofer-Institute

Weitere Informationen zum SEEK-Forschungsprogramm

08.05.2012

Minister Friedrich eröffnet SEEK-Workshop zur Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie in Brüssel

Welche öffentlichen Unterstützungsmaßnahmen helfen der europäischen Automobilindustrie aus der Krise? Inwieweit sind staatliche Förderhilfen wie zum Beispiel Abwrackprämien auch langfristig hilfreich? Welche Instrumente erweisen sich im europäischen Kontext als besonders sinnvoll? Dies sind einige der Fragen, die aus europäischer Perspektive von internationalen Wissenschaftlern, Vertretern der EU-Kommission, führenden Repräsentanten der europäischen Automobilindustrie und weiteren Gästen aus der Politik im Rahmen des SEEK-Workshops "The Economics of Public Support to the European Car Industry" in Brüssel diskutiert wurden.

Der Workshop fand am 3. Mai 2012 in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg in Brüssel statt. Er wurde gemeinsam vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und der Katholischen Universität Leuven, Belgien, veranstaltet und ist Teil des Forschungsprogramms "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK), das vom Land Baden-Württemberg finanziert und vom ZEW durchgeführt wird. Die Bedeutung und Aktualität der im Workshop diskutierten Fragen kamen unter anderem darin zum Ausdruck, dass der Europaminister des Landes Baden-Württemberg, Peter Friedrich, gemeinsam mit ZEW-Präsident, Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Franz, den Workshop eröffnete. 

Mehdi Hocine von der EU-Kommission (GD Wettbewerb) und Dr. Nina Leheyda vom ZEW führten zunächst in die Thematik ein. Anschließend diskutierten Dick Buttigieg (IHS Automotive), Prof. Pasquale Schiraldi, PhD, (London School of Economics) und Prof. Frank Verboven (KU Leuven) die Abwrackprämie aus volkswirtschaftlicher Sicht. Eine weitere Panelrunde beschäftigte sich mit  öffentlichen Unterstützungsmaßnahmen für die europäische Automobilindustrie. Diskutanten waren Dr. Vincent Verouden (GD Wettbewerb, EU-Kommission), Dr. Hans W. Friederiszick (E.CA Economics und ESMT) und Prof. Johannes Van Biesebroeck, PhD (KU Leuven).

Für Rückfragen zum Inhalt

Dr. Nina Leheyda, Telefon 0621/1235-172, E-Mail leheyda@zew.de

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Zweite SEEK-Konferenz zum Thema "Umweltschonendes Wachstum - Eine Herausforderung" - Erster Tag als Livestream verfügbar

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) veranstaltet vom 9. bis 10. März 2012 die zweite Konferenz zum Forschungsprogramm "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK), das vom Land Baden-Württemberg finanziert und vom ZEW durchgeführt wird. Der erste Tag der SEEK-Konferenz wird als Livestream übertragen. Der Stream startet am Freitag, den 9. März 2012, um 13 Uhr.

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19.01.2012

Call for Papers: Konferenz zum Thema "News, Sentiment, and Confidence in Fluctuations" (5.-6. März 2012)

Die Veranstalter des englischsprachigen SEEK/CEPR-Workshops zur Rolle von Nachrichten, Erwartungen und Vertrauen bei Konjunkturschwankungen rufen zur Einreichung von Vortragsvorschlägen auf. Der Workshop hat das Ziel, aktuelle wissenschaftliche Arbeiten im genannten Themengebiet zu besprechen und eine Plattform zum Ideenaustausch innerhalb einer kleinen Gruppe von Wissenschaftlern zu bieten. Fortgeschrittene Doktoranden sowie kürzlich promovierte Postdocs sind in besonderer Weise aufgefordert, Papiere zur Präsentation einzureichen. Der Workshop wird im Rahmen des Forschungsprogramms "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK) vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim (Deutschland), der University of British Columbia in Vancouver (Kanada), der Toulouse School of Economics (Frankreich) und dem Centre for Economic Policy Research (CEPR) in London (Vereinigtes Königreich) organisiert. Bitte reichen Sie Abstracts und Papiere bis spätestens zum 1. Februar 2012 als PDF unter seymen@zew.de ein.

Weitere Informationen zur Konferenz (in englischer Sprache):

26.01.2012

Zweite SEEK–Konferenz mit Klaus Töpfer und Franz Untersteller zum Thema "Umweltschonendes Wachstum - Eine Herausforderung" (9.-10. März, Mannheim)

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) veranstaltet vom 9. bis 10. März 2012 die zweite Konferenz zum Forschungsprogramm "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK), das vom Land Baden-Württemberg finanziert und vom ZEW durchgeführt wird.

Die Veranstaltung bietet Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft sowie Wissenschaftlern aus aller Welt eine gemeinsame Plattform, um die Herausforderungen und Chancen nachhaltigen Wachstums für die europäischen Volkswirtschaften zu diskutieren. Zur Konferenz begrüßt das ZEW zahlreiche prominente Redner, darunter:

  • Klaus Töpfer, Exekutivdirektor des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) und ehemaliger Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP),
  • Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg,
  • Robert N. Stavins, Harvard University, Vereinigte Staaten,
  • Richard G. Newell, Duke University, Vereinigte Staaten,
  • Georg Müller, Vorstandsvorsitzender, MVV Energie AG,
  • Peter Terwiesch, Vorsitzender des Vorstands, ABB AG,
  • Fritz Vahrenholt, Vorstandsvorsitzender, RWE Innogy GmbH, sowie
  • Georg Zachmann, Research Fellow, BRUEGEL, Belgien.

Des Weiteren stellen Wissenschaftler aus verschiedenen wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen ihre Forschungsergebnisse zum Konferenzthema "Umweltschonendes Wachstum – Eine Herausforderung" vor.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Konferenz-Webseite

18.11.2011

Internationaler SEEK-Workshop zum Thema "Entry, Pricing, and Consumer Search in Online Markets" am ZEW

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, veranstaltete am 20. und 21. Oktober 2011 gemeinsam mit der Johannes Kepler Universität, Linz (Österreich), einen Workshop im Rahmen des Forschungsprogramms "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK) zum Thema "Entry, Pricing, and Consumer Search in Online Markets". Der Workshop bot eine Plattform, um aktuelle wissenschaftliche Arbeiten zu diskutieren, die sich mit Onlinemärkten, Firmenstrategien und Konsumentenverhalten beschäftigen. Vierzehn Teilnehmer von internationalen Universitäten stellten ihre Forschungsprojekte im Bereich der Online-Märkte vor.

Die Beiträge am ersten Workshop-Tag diskutierten unter anderem die Auswirkung von Online-Preisvergleichsseiten auf den Gebrauchtwagenmarkt und die Bereitschaft für Online-Plattformen zu bezahlen, die eine Doppelstrategie mit Gratis- und Premiumzugängen verfolgen. Zudem wurde eine Fallstudie präsentiert, in der die Auswirkungen einer Änderung der Plattform-Regeln eines bedeutenden sozialen Netzwerks auf die Programmierer von Anwendungen, sogenannten Apps, untersucht wurde. Hauptredner war am ersten Tag Professor Gautam Gowrisankaran von der University of Arizona. Er präsentierte ein dynamisches Model zur Schätzung von Kaufentscheidungen in Märkten mit langlebigen Verbrauchsgütern mit signifikantem technologischem Fortschritt, wie dem Videokameramarkt. Anders als statische Modelle ermöglicht dieses die Untersuchung von Nachfrageschwankungen über längere Zeiträume. Damit kann beispielsweise auch abwartendes Kaufverhalten analysiert werden.

Die Beiträge des zweiten Workshop-Tags befassten sich mit der Frage, wie sich die durch das Internet verringerten Suchkosten auf die Investitionen in Qualität, Vertriebskonzentration und -strategien oder bereitgestellte Produktinformationen auswirken. Des Weiteren zielten mehrere der vorgestellten empirischen Untersuchungen auf ein tieferes Verständnis der strategischen Interaktion von Firmen ab, beispielsweise in der Luftfahrtindustrie oder auf im Rahmen von Preisvergleichsseiten. Die große Menge und hohe Frequenz an Information auf derartigen Seiten erlaubt eine eingehende Untersuchung von Anbieter- und Kundenverhalten, sowie einen Blick auf den Produktlebenszyklus von vergleichsweise kurzlebigen Produkten.

Die Hauptrednerin des zweiten Tages, Professorin Sara Fisher Ellison vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), stellte ihr jüngstes Projekt über die Preissetzungsstrategien auf Preisvergleichsseiten vor, da hier die Preise mit ausnehmend hoher Frequenz aktualisiert werden können. Ihre Forschungsergebnisse zeigten deutlich auf, was auch schon die vorherigen Workshop-Beiträge erahnen ließen: Die Erforschung der Online-Märkte eröffnet eine Fülle neuer Möglichkeiten, um die wiederholte Interaktion von ökonomischen Akteuren zu studieren.

Für den Verbraucher lässt sich daher das Fazit ziehen, dass es sinnvoll erscheint Preise über einen längeren Zeitraum zu vergleichen. Konsumenten könnten sich so deutliche Einsparungspotenziale erschließen.

17.11.2011

Call for Project Proposals 2012: ZEW-Forschungsprogramm "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK)

Das Land Baden-Württemberg fördert im Rahmen des ZEW-Forschungsprogramms "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK) die internationale Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern aller ökonomischen Disziplinen. Interessierte Wissenschaftler aus dem Ausland können, in enger Kooperation mit ZEW-Wissenschaftlern, bis zum 30. Januar 2012 Projektvorschläge einreichen. Das beantragte Budget kann bis zu 200.000 Euro für eine Projektlaufzeit von 12 bis 18 Monaten betragen.

Die thematischen Schwerpunkte des Forschungsprogramms SEEK sind:

  • Entstehung von Wissen und Innovationen
  • Diffusion und Adoption von Wissen und Innovationen
  • Einsatz von Wissen in Unternehmen und Branchen
  • Konsequenzen und Implikationen einer wissensbasierten Wirtschaft
  • Wirtschaftspolitische Herausforderungen einer wissensbasierten Wirtschaft

Auswahl- und Prüfungskriterien

Die Projektanträge werden von einem Scientific Board begutachtet. Dieses ist mit ausgewiesenen internationalen Wissenschaftlern besetzt. Auswahlkriterien sind die wissenschaftliche Qualität und die Originalität des eingereichten Vorschlags sowie die Intensität der wissenschaftlichen Kooperation, inklusive Gastaufenthalte der beteiligten Wissenschaftler an der jeweils anderen Forschungseinrichtung. Im Rahmen des Forschungsprogramms werden nur Projekte gefördert, bei denen ZEW-Wissenschaftler mit internationalen Partnern kooperieren.

Submission Guidelines (in englischer Sprache)

Call for Project Proposals (in englischer Sprache)

27.09.2011

Call for Papers: Zweite SEEK Konferenz: "The Green Growth Challenge" (9.-10. März 2012, Mannheim)

Nach dem außergewöhnlich großen Interesse an der ersten SEEK-Konferenz im Jahr 2011 veranstaltet das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim nun vom 9.-10 März 2012 die zweite Konferenz des Forschungsprogramms "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies (SEEK)". Vorrangiges Ziel der internationalen Konferenz ist es, die Herausforderungen von nachhaltigem und intelligentem Wachstum für die europäischen Volkswirtschaften zu verdeutlichen. Dieses Thema findet zunehmend Beachtung in Politik und Wissenschaft. Ein weiteres Ziel der Konferenz ist daher, politische Entscheidungsträger und Wissenschaftler zusammenzubringen, um die Hindernisse für die Entwicklung ökologischer Innovationen innerhalb innovativer Ökosysteme zu diskutieren. Wissenschaftler aus verschiedenen wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen sind eingeladen, Beiträge für die Konferenz elektronisch einzureichen. Dazu senden Sie bitte das vollständige Paper, inklusive eines Abstracts mit 100-200 Wörtern, als Word- oder PDF-Datei (vorzugsweise PDF) bis zum 30. November 2011 an Nicole Gürtzgen (seek@zew.de).

Die eingereichten Beiträge sollten eines der folgenden Themen behandeln:

  • Generierung von Wissen und Innovationen
  • Verbreitung und Anwendung von Wissen und Innovationen
  • Umgang mit Wissen durch Unternehmer und Branchen
  • Auswirkungen von Innovationen auf Wettbewerb, Wachstum und Beschäftigung
  • Die Rolle von Innovation bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen
  • Herausforderungen an und Auswirkungen von Innovationen und Umweltpolitk  

Hauptredner

  • Richard G. Newell (Duke University)
  • Robert N. Stavins (Harvard University)

Weitere Informationen und der Call for Papers (in englischer Sprache)

30.05.2011

SEEK-Forschungsprogramm: Projektvergabe 2011

Mit dem erfolgreichen Abschluss der zweiten Wettbewerbsrunde zur Projektvergabe im Rahmen des SEEK-Forschungsprogramms nehmen die Projektteams der acht geförderten Forschungsprojekte ihre Arbeit auf. Insgesamt gingen 25 Projektanträge von ZEW-Mitarbeitern in Kooperation mit renommierten internationalen Forschern ein. Die Anträge wurden einer externen Evaluation unterzogen, die durch den Wissenschaftlichen Beirat des SEEK-Forschungsprogramms erfolgte.

Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats sind unter anderem Daron Acemoglu (MIT), Bronwyn Hall (University of California at Berkeley & Maastricht University), Kai Konrad (MPI München), Josh Lerner (Harvard Business School), Stephen Machin (University College London), Pierre Mohnen (UNU-MERIT und Maastricht University) sowie Fabrizio Zilibotti (Universität Zürich).

Folgende acht Forschungsvorhaben werden in der zweiten Runde des SEEK-Programms gefördert:

  • Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Automobilindustrie
  • Schätzung der makroökonomischen Substitutionselastizität zwischen unweltverschmutzender und sauberer Produktion
  • Arbeitsteilung, Auslagerung und die Wettbewerbsfähigkeit der wissensbasierten Wirtschaft in Europa
  • Der Einfluss (relativer) Löhne und des Humankapitals auf das Geburtenverhalten: Was lehrt uns der Geburtenrückgang in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung?
  • Anreize und Kreativität – Innovationen in Europas Wissensgesellschaften fördern
  • Die Diffusion klimafreundlicher Technologien – Die Rolle von intellektuellen Eigentumsrechten, Humankapital und Umweltpolitik
  • Der Einfluss philanthropischer Aktivitäten auf die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen
  • Private Finanzierung von Hochschulausbildung – Humankapital als Anlageklasse

Weitere Informationen zu SEEK finden Sie hier

SEEK Kick-Off Konferenz erster Tag: Livestream verfügbar

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) veranstaltet vom 4.-5. März 2011 die Kick-Off Konferenz zum Forschungsprogramm "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK), das vom Land Baden-Württemberg finanziert wird. 

Der erste Tag der SEEK Kick-Off Konferenz wird als Livestream übertragen. Der Stream startet am Freitag, den 4. März 2011 um 14 Uhr.

Livestream ansehen

Wissenschaftlicher Beirat vollzählig

Daron Acemoglu (MIT), Josh Lerner (Harvard Business School) und Fabrizio Zilibotti (Universität Zürich) vervollständigen den Wissenschaftlichen Beirat des ZEW-Forschungsprogramms „Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK). "Wir sind sehr stolz, dass internationale Spitzenforscher unsere Einladung angenommen haben und wir sie als Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats des SEEK-Projektes begrüßen dürfen.", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. "Nun freuen wir uns auf innovative Projektvorschläge von hoher wissenschaftlicher Qualität von internationalen Partnern." Die Einreichungsfrist für Projektvorschläge ist der 31. Juli 2010.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Call for Project Proposals und die dazugehörigen Richtlinien zur Einreichung der Projektvorschläge.

SEEK Wissenschaftlicher Beirat

Das ZEW freut sich, mitteilen zu können, dass Bronwyn Hall (University of California, Berkeley und Maastricht University), Kai Konrad (MPI München), Stephen Machin (University College London) und Pierre Mohnen (UNU-MERIT und Maastricht University) ihre Mitgliedschaft im Wissenschaftlichen Beirat des ZEW-Forschungsprogrammes „Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies“ (SEEK) bestätigt haben.

18.05.2010

Baden-Württemberg fördert wirtschaftswissenschaftliche Spitzenforschung am ZEW mit drei Millionen Euro

Um die wirtschaftswissenschaftliche Spitzenforschung zu stärken, finanziert das Land Baden-Württemberg ein "Leuchtturmprojekt" am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Insgesamt drei Millionen Euro fließen in den Jahren 2010/2011 in das Forschungsprogramm "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK).

Mit dem Leuchtturmprojekt SEEK baut das ZEW seine Position in der internationalen Forschungslandschaft weiter aus. "In Zukunft soll das ZEW als führendes europäisches Wirtschaftsforschungsinstitut international noch sichtbarer werden", sagt Prof. Dr. Peter Frankenberg, Wissenschaftsminister des Landes Baden-Württemberg. Derzeit tragen Drittmittelprojekte bereits mit 40 Prozent zur Finanzierung des ZEW bei. "Dies zeigt, dass die Politikberatung neben der Forschung einen hohen Stellenwert am ZEW hat. Im Rahmen des SEEK Projektes unterstützt das Land Baden-Württemberg das Forschungsinstitut dabei, seine Expertise im Bereich der Politikberatung weiter auszubauen und ein international orientiertes Forschungs- und Förderungsprogramm für hoch qualifizierte Nachwuchswissenschaftler einzurichten", sagt Prof. Dr. Peter Frankenberg.

Durch das SEEK-Programm erhält die anwendungsorientierte Forschungsarbeit des ZEW in den kommenden Jahren einen kräftigen Schub. "Mit den Erkenntnissen aus SEEK wollen wir dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der immer stärker wissensbasierten Volkswirtschaften in Europa zu steigern", sagt ZEW-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Franz. "Damit leistet das ZEW einen Beitrag zu den 2020-Zielen der Europäischen Union, die auf eine Steigerung der Produktivität und ein hohes Beschäftigungsniveau in den Mitgliedsstaaten abzielen."

Mit ihrer Entscheidung, das Leuchtturmprojekt SEEK des ZEW zu fördern, folgt die Landesregierung den Empfehlungen des Innovationsrates Baden Württemberg. Er berät die Landesregierung in innovationspolitischen Fragen.

Für Rückfragen zum Inhalt

Stephan Reichert, Telefon: 0621/1235-104, E-Mail: reichert@zew.de 

Thomas Kohl, Telefon: 0621/1235-111, E-Mail: kohl@zew.de